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Donnerstag, 2. Juli 2015

Rock und Mantel oder 3. RUMS

 
Heute sage ich Hallo mit Rock und Mantel - genauer gesagt FRAUEN-Mantel. *hihi*
Hab mir die Zeit genommen, um mal wieder was für mich zu nähen. Mein zweiter Rock. :o)  Hab die Anleitung dazu aus dem FLOW-Magazin Nr. 9. (Die aktuelle Ausgabe ist die Nr. 10.)
 Wer mich kennt weiß, wenn ich etwas mache, dann richtig (damit meine ich, dass ich mehr mache, als nötig wäre mit Extras und Details und so...). Und so auch hier.
Der Rock in A-Form besteht aus zwei Stöffchen, deren Muster ich beim Zuschneiden zentriert habe. Sieht gleich viel schöner aus - symmetrisch. ;o)
 Daaaann hab ich noch ne Paspel aus nem Baumwollstoff der 60er Jahre genäht, von dem ich echt nur nen 3 cm breiten Streifen hatte. Und weil die Nähte zwischen den Stoffblöcken gerade verlaufen, konnte ich eine Paspel aus einem fadengeraden Stoffstreifen anfertigen und musste kein Schrägband verwenden.
Ich kann den Rock entweder mit dem einen oder anderen Stöffchen vornedran tragen.
Mir persönlich gefällt diese Variante (gleich hier oben im Bild)
mit dem helleren Stoff vorne viel besser.
 Der Rock ist sehr bequem, weil er einen Jerseybund hat. Ich hab kurze Zeit vor Projektbeginn noch ein Stück Rippenschlauchstrick in genau dem Blau des Elefantenstoffs in meinem Fundus entdeckt (s. dazu weiter unten). :o)
Die Nähte sind mit Doppelnaht genäht (wird auch französische Naht genannt). War ein bisschen knifflig und ein bisschen dicker, weil da ja auch noch die Paspel ist. Waren schlussendlich sechs Stofflagen zu nähen. Aber es hat gut funktioniert fürs erste Mal. Wie das geht, wird hier gut erklärt.
 Mein Kolibri-Stecker von Frau Fischer passt perfekt dazu. :o)

 Der Rock ist wirklich sehr bequem und Gelegenheiten zum Tragen werde ich diesen Sommer sicher noch viele haben. Ist auch ein tolles Sommermarktoutfit. Spätestens, wenn nächsten Mittwoch wieder mein Atelier geöffnet hat, werde ich diese Kombi tragen. Soooo sommerlich leicht und fluffig :o)
 Den Saum hab ich dann mit einem Schrägband eingefasst und als krönenden Abschluss
hab ich ne Spitze auf den Saum aufgenäht.
 Hier seht ihr nochmal gut die Form des Rocks und den Rippenstrickbund.

Das Schrägband hab ich auf der linken Seite dann von Hand mit dem Saumstich an die vorderseitige Naht angenäht. Kann man so machen, muss man aber nicht. Wenn ihr mögt, zeig ich euch das mal in einem anderen Post. Hab da auch Bilder dazu gemacht. :o)
Einfacher - und v.a. weniger zeitaufwändig - wäre es sicher gewesen, das Schrägband nach dem Umbügeln dann von rechts nochmal anzunähen, vielleicht auch gleich mit der Spitze. Aber diese Möglichkeit gefiel mir persönlich nicht. War voll in Nählaune. *ggg*

Sodele, ich werde jetzt mal wieder ins kühle Atelier gehen und ein paar Portemonnaies zuschneiden.
Liebe Grüße, genießt den Sommer und bleibt kreativ.
Eure Heike von Annajulie

Heute ist RUMStag! :o)  Dort bin ich die Nr. 292 ;o)

Freitag, 27. Juni 2014

Finde den Fehler - Gewinnspiel

...also ich hab ja schon so meine Ansprüche und wenn ich dann was Neues nähe, dann soll es auch noch gleich perfekt sein... haha, dass ich nicht lache. Das geht eben einfach nicht immer alles so, wie man es sich vorstellt.
Perfekt war die Tasche aus Wachstuch mit soooo süßen Strandhäuschen nun mal gar nicht: oben am Rand schlug das äußere Wachstuch Falten, hatte sich bei der abschließenden Nährunde verzogen und es wollte so gar nicht passen von den Maßen her und nicht meinen Ansprüchen und deshalb hab ich sie heute morgen erst mal wieder aufgetrennt. *seufz*

Aber nun isse fertig. Und so sieht sie aus:

 Wachstuch mit Jeans kombiniert. :o) Auf dieser Seite eine Eingrifftasche.


...und auf dieser Seite eine Klappentasche, die ich von einem Jeanskleid abgetrennt habe.


Das ist die Seitenansicht. 
 



So sieht sie aus, wenn man reinschaut, das Band da links hat einen Karabiner für Schlüssel oder auch die kleine separate Innentasche, die man da einhängen kann. An der Seite sind vier Einsteckfächer aus einem halben Jeanshosenbein ;o) Da passen Flaschen, Flipflops, Sonnencreme und die Lieblingszeitschrift prima hinein.











Am Boden hat sie Bodennägel, dann ist nicht gleich das Wachstuch so beansprucht.

Und hier kommen jetzt noch ein paar Detailaufnahmen. Ich liebe es, hier und da noch was zu verschönern. *hach*





Segelboote auf dem Tragegurt :o)
Ein Stern aus Wachstuch von einem anderen Wachstuchstoff auf die Jeanstasche appliziert.


Zu der großen Strandtasche gibt es noch eine extra Kulturtasche für allen möglichen Kleinkram. Aber auch sie hatte mal wieder so dicke Knubbel an den Reißverschlussecken nicht nur durch das dick auftragende Wachstuch... *hmpf* Das passiert mir zwar nicht immer, aber nun hatte ich die Faxen dicke und wollte es genau wissen, wie man das auf Dauer besser hinkriegt.
Also hab ich mich erst mal schlau gemacht bei Stich und Faden: Dort hat die Katharina ein tolles Tutorial geschrieben, wie man Reißverschlüsse so einnähen kann, dass nix knubbelt (sind insgesamt fünf Beitrage - alles sehr gut beschrieben). Also wieder was dazugelernt. :o)

Aaaaaaber dennoch hat die Tasche einen Fehler, den ich leider nicht beheben konnte.
Nur welchen? Und da kommt jetzt ihr ins (Gewinn-) Spiel:
Wer meint, den Fehler gefunden zu haben, kann hier einen Kommentar hinterlassen und schreibt bitte nach dem Codewort: "Lostopfhüpf" seine Vermutung und nimmt somit am Gewinnspiel teil. Die Gewinner werden per Los gezogen. Das Gewinnspiel läuft bis zum

Freitag, dem 04.07.2104 um 22:00 Uhr.

Und der Preis??? 

Zu gewinnen gibt es ein solches kleines Kosmetiktäschchen mit dem helltürkisfarbenen Mini-Sternen-Wachstuch und einem Strandhäuschen aufappliziert. Das Innenfutter ist weiß-rot gestreift. Das Täschchen hat ein Band an der Seite mit D-Ring zum Hinhängen, Abschleppen, Anhakeln...







Am kommenden Sonntag habe ich mein Taschenset auf dem Markt dabei. (Hab dieses jetzt aufgrund des Fehlers zu meinem erkoren und werde es als Aussteller-Markttasche nutzen.) Sie bekommt am Marktstand auf jeden Fall ein besonderes Plätzchen und dann kann ich die Bestellungen aufnehmen. ;o)

Aber euch wünsche ich nun erstmal viel Spaß beim Raten und beim Gewinnspiel viel Glück!

Bis spätestens zum Samstag (05.07.) dann!

Habt ein schönes Wochenende und eine gute Woche bis dahin.

Ahoi! Eure Heike von Annajulie

Montag, 17. Februar 2014

Probenähen Malu

Ich durfte probenähen - zum ersten Mal! :o)))
Als ich die Zusage per Mail von Kerstin Heinrich  von Keko-Kreativ erfuhr, war ich erstmal völlig aus dem Häuschen. *yippie*
Voller Elan druckte ich mir die Anleitung aus, aber bis ich eine zündende Idee hatte und auch die nötige Zeit zur Umsetzung, vergingen ein paar Tage.
Meine Idee war eine Kombination aus Jeans und Leder. Schon vor Jahren hatte ich eine Wildlederjacke aufgrennt und die Fransen dieser inspirierten mich zu diesem Mix. Gleichzeitig wollte ich auch Lederreste verwenden und diese patchworkartig zusammensetzen für die Außentasche. Das war nicht ganz einfach, da das Nähen mit der Ledernadel einfach nicht funktionierte. Es gab immer wieder Nähaussetzer. Schließlich half ich mir mit einem Telefonat bei Nähmaschinen Hörmann, die mir den Tipp gaben, mal eine 90er-Stretchnadel zu verwenden. Und eigentlich auch ein dünnes Garn, aber das Garn, das ich ausgewählt hatte, wollte ich aus Stilgründen nicht wechseln. Also ging das Nähen der Außentasche eher schleppend voran und kostete mich viel Zeit und Nerven. Was denkt ihr? Hat sich der Aufwand gelohnt?
Hier ein paar Bilder: 



Wenn man die Außentasche aufklappt, hat man in einer Klappentasche die Möglichkeit, seinen Schlüssel in greifbarer Nähe und dennoch sicher zu verwahren.

Die Außentasche ist durch das Leder so schwer geworden, dass sie durch ihr Eigengewicht nach unten aufklappte. Also nähte ich einen Knebelverschluss an - ein Überbleibsel einer alten Jacke samt Lederschlaufe. Allein den Aufnäher hab ich selbst zugeschnitten.
Weiter musste ich den Taschenbeutel auch hinten am Taschensteg mit einer mittigen Naht fixieren, weil der Beutel zu sehr nach unten hing aus demselbem Grund.
Hinten nähte ich noch eine Backentasche einer ausrangierten Jeans auf. Die Fransen nähte ich zuvor noch zur Zierde auf, die ich aus einem rechteckigen Stück Leder ausgeschnitten hatte. Auch der Reißverschlusszipper bekam Lederfransen. *hihi* Der Korpus der Malu-Tasche ist aus einer langen Jeansweste geschnitten.

In der Anleitung sind eigentlich Ösen zur Anbringung des Tragegurtes angegeben. Die fand ich aber zu kalt vom Stil her und ich hab mit Ösen einfach kein Glück, weil ich vermutlich schlichtweg zu stark mit dem Hämmerchen draufhaue ;o)...Deshalb entschied ich mich für die Holzringe aus meiner (lang, lang ist's her...) Makrameezeit. :o)
Damit die Tasche dennoch baumeln und schlenkern kann, habe ich die Riemchen relativ dünn geschnitten. Die Jeansstreifen, die am Tragegurt - einem ausrangierten Ledergürtel - ansetzen sind auch relativ dünnes Material, welche die Flexibilität des Tragegurts erhöhen, sonst wird der Gurt und damit die Tasche sehr steif und unbeweglich. Der Gürtel hat auch den Vorteil, dass ich ihn als Tragegurt noch in der Länge verstellen kann.
Im Inneren des Taschenbeutels habe ich den leichten Außenstoff eines ausrangierten Mantels verwendet. Hell, leicht und trotzdem in der Farbe schmeichelnd.

Sodele, das war mein erstes Probenähen. Und diese Malu ist jetzt wirklich meine - es sei denn, jemand macht mir ein "unmoralisches Angebot". *ggg*

Zum Schnitt der Malu kann ich sagen, dass er echt einfach zu nähen ist, raffiniert und aus ihm lässt sich viel machen. Das ist das Beste für einen Schnitt, um sich kreativ auszutoben. Like! Den Schnitt gibt's hier. 

Vielen Dank an dich, liebe Kerstin, dass ich beim Probenähen dabei sein durfte. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Habt eine kreative Woche!
Eure Heike von Annajulie

Montag, 11. November 2013

Sieben Sachen Sonntag # 3

Sieben Dinge, die ich diesen Sonntag in der Hand hatte... und wen wundert's: in Anbetracht dessen, dass bald der nächste Markt ansteht, sind es sieben Taschen, die ich heute fertiggestellt habe... puh...

- eine Idee von Grinsestern  (Ja, ich weiß, heute ist Montag... :o)))  )

für Glückskinder...

"Piraten ahoi!"

"Ui, was hängt denn da?"

aufgetaucht :o)

herzallerliebste Strandhäuschen *hach*

immer mit drei Sternen unterwegs

bunte Treter ❀
Im Laufe der nächsten Woche sollen diese Taschen dann im Shop landen. Ich freu mich drauf!

Wünsche Euch einen guten Start in die Woche!

Liebe Grüße sendet Heike von Annajulie

Donnerstag, 19. September 2013

Welcome Sixties!

Irgendwie ist das schon lustig mit der Mode: Da glaubt man, die 60er kommen nicht mehr, entsorgt Kleider aus dieser Zeit (die letzten Originale habe ich doch tatsächlich erst vor neun (!) Jahren auf Nimmerwiedersehen aus dem Schrank geräumt *schnief*) und dann entdeckt man diese Zeit für sich. So bei mir geschehen. Ich fahr gerade voll auf die Mode dieser Zeit ab. Schlicht, elegant und einfach nur schön. *hach*

Kürzlich nun bekamen mein Lieblingsmann und ich eine Einladung zu einem 60sten Geburtstag (jaja, man wird eben auch nicht jünger, aber so jung wie an diesem Abend hab ich mich schon lange nicht mehr gefühlt *hihi*).
Die Gastgeber baten darum, irgendein Accessoire aus dieser Zeit (oder auch aus den 70ern) an diesem Abend an sich zu tragen. Da kam mir die Idee: ich mach was mit meinen Haaren! Erst dachte ich, das krieg ich selbst hin, aber dann war mir das doch echt zu aufwändig und schwierig und ich wählte schließlich den Gang zum Frisör.
 
Was für ein Äkt! Das kann ich Euch sagen: Geschlagene eineinhalb Stunden saß ich beim Frisör und hab die Haare geglättet, gesprayt, in Locken gelegt, toupiert, hochgesteckt und wieder gesprayt gekriegt.

Ähm, also das Bild hier war so zwischendrin, nachdem alle Haare im ersten Gang eingesprüht und zu Locken großzügig festgesteckt worden waren. *hihi*

Und irgendwas Passendes in Sachen Kleidung werde ich schon auch noch dazu finden. Ich hatte ja genügend Zeit, mir währenddessen Gedanken über mein Outfit zu  machen. 

Und so sah mein Kopf also am Ende des Frisörbesuches aus:

Das ist meine Lieblingsaufnahme *loveit*

Zuhause angekommen, hab ich mit Schrecken festgestellt, dass der typische Lidstrich leider nicht machbar ist, weil ich gar keinen Eyeliner habe! (Weiß auch gar nicht, ob der mir überhaupt steht? Würde ich den überhaupt hinkriegen??) Nundenn... Sei's drum.
Als Oberteil wählte ich ein bordeauxfarbenes Shirt mit fast U-Boot-Ausschnitt und Dreiviertelärmeln - auch typisch für die 60er. Der Rock ist ein Wollrock mit hohem Bund von NoaNoa (eine meiner Lieblingsmarken - wenn nicht sogar die einzige), den ich schon länger in meinem Schrank habe und immer wieder gerne trage. So tolle Verarbeitung und so ein tolles Obermaterial! Bordeauxfarbene Seidenstrümpfe und halbhohe Pumps mit Schnalle machten das Outfit komplett.
Als Schmuck wählte ich Perlenhängeohrringe und eine kurze Perlenkette, einen frisch gekauften Ring von Tausendfein (leider nicht auf dem Bild zu sehen). Ganz cool war dann noch, dass ich noch eine Handtasche aus den 60ern mit mir trug in eben diesem wollweißen Cremeton. Très chique!

Auf der Feier bekam ich viele Komplimente für mein Kleid (*hihi*) und wurde immer wieder auch auf die Frisur angesprochen. Eine Dame meinte: "Genau so eine Frisur musste ich meiner Schwester jeden Samstag legen." *hihi* und ruckzuck war ich im Gespräch mit anderen Gästen über die "gute alte Zeit". Schön.

Vielen Dank an dieser Stelle an Lucia vom Frisör Keller. Echt klasse, was sie aus meinen Haaren gezaubert hat! ♡♡♡
Und so verabschiede ich mich nun mit diesem Schwarz-Weiß-Bild (leider nicht so doll in der Qualität, sorry dafür) und schwelge jetzt noch ein bisschen in Erinnerungen an Twist, Beatles, VW-Käfer, undundund...


Liebe Grüße

Heike von Annajulie