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Freitag, 24. Oktober 2014

OktoberStoffabbau Vol.4 - Geldbeutel

Geldbeutel nähe ich ja viele und bin damit auch echt zufrieden. Aber auf den Märkten schauen die Männer immer ganz neidisch auf die Frauen und finden meine Geldbeutel, die ich nach einem Schnitt von Machwerk nähe, immer sowas von "abgefahren", dass sie fragen, ob ich auch welche für Männer habe, denn dieser sei zu groß für sie.
Bisher habe ich diese Frage immer verneint und mir aber nach jedem Markt vorgenommen, die "männliche Geldbeutelsituation" endlich mal anzugehen.
Also habe ich mir für diese Woche vorgenommen, mal einen Männer-Geldbeutel zu nähen. Hab Maß genommen beim Geldbeutel meines Mannes, dessen Geldbeutel so langsam aus dem Leim geht. Und ich dachte, hey, prima, dann kann er ja meinen Prototypen bekommen!

Aber das war mir nicht genug Herausforderung. Ich wollte auch ein neues Material ausprobieren. Vor Kurzem habe ich von einer guten Bekannten bedruckte Werbeplanen bekommen. Total wetterfest, fransen nicht aus und lassen sich auch ohne Obertransportfuß super nähen. DAS Material für Geldbeutel. Dachte ich.
Der erste Prototyp sah dann so aus:
Außen Jeans - das MUSSTE sein :o)
Innen mit Kartenfächern und Münzfach
Aufgeklappt mit Personalausweissichtfach und noch mehr Kartenfächern.
Auf die Schnittkkonstruktion des gefalteten Münzfachs bin ich schon ein bisschen stolz,
denn die Falten sind oben tiefer als unten :o)
Hab dann aber leider feststellen müssen, dass das Sichtfach für den Personalauswies zu knapp bemessen war und das Münzfach nicht mehr zugeht, soabld mal ein paar mehr Münzen drin sind. Außerdem ist das Einfassen mit den selbstgeschnittenen Streifen aus dem Planenmaterial ganz schon fummelig...
Also hab ich nochmal einen genäht. Größer und wieder ein bisschen anders:
Diesmal hab ich es mir gleich gespart, den Geldbeutel einzufassen. Es ging mir erst mal um die Größe.
Hier sieht man, dass ich ein weiteres Einsteckfach unter der Münztasche eingearbeitet habe.
Das macht sie flexibler, wenn mal mehr Münzen drin sind.
Genug Fächer für Belege und Scheine.
Eingefasst sieht es schon stylischer aus als nur mit Zickzack.
Der Personalausweis passt rein, Hab's heute morgen probiert. *yeah* :o)
Da gibt es noch viel zu verändern, zu probieren, zu testen - evtl. doch auch noch andere Materialien...? Eine abgespreckte Version? Was meint ihr?
Wenn mir jemand einen Tipp hat, wie ich das Band schöner angenäht bekomme, bin ich sehr dankbar dafür. Gerade um die Ecken herum krieg ich es einfach nicht sauber hin.

Tut mir Leid, dass ich heute keine schöneren Fotos für euch habe, aber so ist das manchmal mit dem Nähen.
Und ganz ehrlich: das hat mich jetzt echt viel Mut gekostet, das Material, einen anderen Geldbeutel auszuprobieren und euch das dann auch noch zu zeigen.

Und nun dennoch ab damit zu Frühstück bei Emma.

Bleibt kreativ. :o)
Eure Heike

Montag, 7. Juli 2014

Boden - Tatsache

Aaaalso, ich löse jetzt mal das Gewinnspiel von vergangener Woche auf: warum hat die Tasche einen Fehler und warum am Boden???

Ich versuche jetzt mal, das anhand von DIN A 4-Papierbögen zu erklären:

Wenn man das Papier im Querformat nimmt, so ist das im Prinzip der Schnitt für eine Tasche, wie ich sie da genäht habe, nur eben kleiner. Was ich dann immer noch mache, ist Folgendes:
Ich schneide Quadrate an den unteren Ecken rechts und links ab.

So zeigt mir der Schnitt abzüglich der Nahtzugabe die Breite der Tasche an und die Tiefe der Tasche ergibt sich aus der Seitenlänge des Quadrats mal zwo. Okay soweit?



So. Und nun kommt's: Ich Dusselina hatte beim Zuschneiden die Quadrate zuerst in einem "normalen" Verhältnis abgeschnitten, dachte dann aber - und da liegt der ursprüngliche Fehler: "Hey, ich schneide ein größeres Quadrat ab, das gibt dann mehr Breite." ...

Hääää????????????

Genau.
Falsch rum gedacht,
verkehrt gedacht,
aber getan...
und genäht...
erst die Seitennähte und die Bodennaht...
und dann die Tiefennaht...
...und so kommt es dass die Tasche in der Tiefe mehr Zentimeter hat als in der Breite. Das macht sie sehr unhandlich beim Tragen, weil man durch die große Tiefe überall andotzt. Sie lässt sich zwar schon schultern, aber dann steht sie meeegaaa nach außen - also zur Seite - ab.
Hier nochmal beide Modelltaschen im Vergleich. Die falsch zugeschnittene Modelltasche ist nicht nur schmaler in der Breite und länger in der Tiefe, sondern auch niedriger in der Höhe...
Wisst Ihr jetzt, was ich meine und auch, welche Tasche ich meinte? (Tut mir echt Leid, wenn ich mich da missverständlich ausgedrückt hatte. Ich bin eine lernende Bloggerin. :o) )

Und auch hier hab ich auf jeden Fall wieder was dazugelernt: Denken ja, aber nicht so viel und erst recht nicht abschneiden. :o)


Wünsche euch eine kreative Woche und auf bald.

Eure Falschrumdenkerin
Heike von Annajulie