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Sonntag, 6. August 2017

Belgische Flöhe

Vor genau einer Woche tummelte ich mich in Belgien rum. Genauer gesagt in Tongeren..
Dort gibt es einen riesengroßen Flohmarkt, der Aussteller und Besucher nicht nur aus Belgien anzieht. Frankreich, England, Luxembourg, Deutschland und die Niederlande sind bei diesem jeden Sonntag stattfindenden Trödelmarkt versammelt, um zu kaufen, zu verkaufen und das Beste daran, es macht allen Spaß.
Ein ganz besonderer Markt. Woher ich davon wusste? Ich habe bei der lieben Martina von Raumseele davon gelesen und verband einen Besuch bei einem Freund in NRW mit einem Marktbesuch dort.
Dort angekommen gab es so viele schöne alte und noch ältere Dinge auf einem Fleck in dieser hübschen Kleinstadt zu sehen, dass in mir unweigerlich der Gedanke hochkam, dass alle andern Flohmärkte nun wohl leer sein müssten. Hier findest du alles. Kannst dich komplett einrichten. Der absolute Traum für jeden Menschen, der gerne Räume gestaltet und in alten Dingen deren Schönheit erkennt.

 Ein Kaffeepäuschen zwischendurch musste auch mal sein. :)
Ich war so überwältigt von dem Warenangebot, dass ich mich erst gar nicht traute zu kaufen. Da gab es soooo viel!

 Tim und Struppi gehören zu Belgien wie die Pommes dort und belgische Schokolade. *mjam*

Jeder Raum, der nur irgendwie Fläche genug für altes Mobiliar hat, ist an diesem Tag geöffnet.
Selbst auf einem Deck in einem Parkhaus wird ausgestellt.



Gekauft habe ich dann doch auch. Schöne Dinge, klar. ;) Drei  Dinge für den Garten und ein Ding für die Wohnung. Bin aber noch nicht so weit, dass ich da Bilder zeigen kann. Das hat seine Gründe, die ich euch morgen berichten werde. Und im Laufe der Woche wird es auch Bilder von meinen neuen alten Schätzen geben. Versprochen.
Und nun wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag, wo auch immer ihr seid

Bleibt kreativ!
Eure









P.S.: Verlinkt zu Raumseele - Sonntagsblatt Ausgabe Nr. 50

Sonntag, 4. September 2016

Markttreiben

Oo, ich war hier lange nicht mehr aktiv und das ist natürlich nicht das, was ein Blog sein soll. Aktuell und immer up to date. Aber so ist das nun mal. Ich will den Blog nicht sein lassen und melde mich nun hier mit einem kleinen Lebenszeichen.
Ende April - Anfang Mai war ich bei Martina Goernemann, der Raumseele auf einem ihrer Wohnwirkshops. Und seitdem bin ich raumseelifiziert und süchtig nach schönen Einzelstücken für unsere Wohnung, die das Wohnen noch behaglicher machen.
So hab ich mich seitdem auf einigen Flohmärkten herumgetrieben, gestöbert und einige Fundstücke ergattert.
Den Anfang machte einer der schönsten Flohmärkte, die ich jemals gesehen habe im Rahmen des Wirkshops besuchten diesen die Teilnehmerinnen und waren allesamt rundum glücklich über ihren Fund. Drei Bilder zum Markt kann ich euch hier zeigen und meine Fundstücke.


Zum Glück passten meine Fundstücke auch alle in den Kofferraum. Auf dem Bild nun sind nicht alle abgebildet. Es fehlen ein Biergartentisch (omann, war der schwer...), der wartet unten im Garten auf einen Anstrich in weiß (was sonst?) und eine Taube aus Granit aus einem Konvolut habe ich sie für mich erkoren. Sie thront mittlerweile auf einem Granitpfosten im Garten.
Das Grünblau der Vorratsgläser aus dem Lothringischen haben es mir angetan. Darauf ist eine Silberdistel (im Wappen von Lothringen enthalten) mit der Aufschrift La Lorraine abgebildet. Wie ich die Bügel rostfrei bekommen habe ohne viel Schrubben, zeige ich euch nächste Woche. Versprochen.
Die Truhenbank, Raumseelen nennen sie auch Känguruh-Möbel, weil sie Stauraum beherbergt, habe ich ziemlich zügig mit Kreidefarbe gestrichen und sie steht nun im Flur und verstaut die Schuhe, die wir gerade so gar nicht brauchen.
Den Kerzenständer hab ich weiß gestrichen und die Spulen auch. Sie sind für meine Spitzen und Borten im Näh-Atelier bestimmt. Und: sie sind aus Südfrankreich - gefunden habe ich sie aber in München. Manchmal muss man gar nicht so weit reisen, um Dinge aus dem Lieblingsland zu finden. <3
Gleich nach dem Wirkshop (und das ist kein Druckfehler, den schreibt man wirklich so) hab ich in unserem Gewölbekeller gekramt und doch tatsächlich eine große Werkzeugkiste gefunden und noch ein paar Dinge aus Holz, u.a. eine Flaschenzugseilspule.
Während die Kiste noch jetzt auf ihren Anstrich wartet, besuchte ich zu Himmelfahrt einen Flohmarkt im Ort, den ich echt zweimal durchlief, weil mir zur Hälfte der kleinen Flohmarktgasse doch tatsächlich das Geld ausging.So viele Schätze konnte ich dort ergattern.
Die schwarzen Kerzenständer wurden weiß und bilden nun ein nettes Ensemble mit dem großen Kerzenständer im Wohnzimmer. 
So lauschig ist es bei Kerzenbeleuchtung.

Diesen süßen kleinen Tisch habe ich auf dem Flohmarkt ergattert, gestrichen und die Tischplatte (es ist Birnenholz) war beim Schreiner, weil eine Leiste unten ausgebrochen war. Und die Platte hat er mir auch noch abgeschliffen. Ich lasse sie nun erst mal unbehandelt. Mal sehen, ob das gut angeht.
Die Tischplatte ist sooo schön. <3
...und sie wird mit Holznägeln am Untergestell montiert.

Dann kam unser Urlaub im Languedoc bei Uzès und da war ich selbstverständlich auch erpicht auf Flohmärkte. Dafür gab es auch dreimal Gelegenheit.
Das Regal hat leider einen Hochglanzanstrich, der noch dazu - wie es sich beim Tragen des Möbels herausstellte - noch nicht ganz angetrocknet war. Da werde ich dann doch wohl mal wieder das Schleifgerät aktivieren müssen, damit der weiße Anstrich dann auch wirklich gut haftet.
Da hab ich nun echt einiges zu tun. Projektstau sozusagen...


Von Bügelgläsern kann ich echt nicht genug kriegen...
Diese Box ist aus Eiche und stammt aus einer Mühle. Mit ihr wurde Getreide auf den Mahlstein geschüttet. Ich werde sie wohl nicht streichen. Wird der neue Aufbewahrungsort für das Geschenkpapier.
Und zuguterletzt nun war ich gestern auf einem Flohmarkt in Riedisheim im Elsass. Und das konnte ich dort erstehen:
 Ein neues Utensil für die Aluküche. Eine Messschöpfkelle für einen halben Liter.
Und die Moulin Légumes heißt hier flotte Lotte und war ein absolutes Schnäppchen. :)))
Wie ihr seht, viele tolle Schätze und nicht wirklich die Zeit, sie herzurichten. Die Nachsommermärkte für mich als Ausstellerin stehen vor der Tür und ich darf dafür noch ein bisschen die Nähmaschine surren lassen.
Flohmärkte sind sooooo toll. Und noch schöner ist es, sie gemeinsam mit einer Freundin zu besuchen. Ich mag beides gern - allein oder mit Freundin. Die Gespräche mit den Verkäufern sind auch so lustig und lehrreich und machen einen Flohmarktbesuch auch zwischenmenschlich zu einem tollen Erlebnis.
Kennt ihr das auch?

Kommt gut in die neue Woche.
Bleibt kreativ, Eure









Verlinkt zu Sonntagsblatt Ausgabe 5

Sonntag, 17. August 2014

UFO Nr. 1

UFO - nein, kein unbekanntes Flugobjekt soll hier Thema sein. UFO steht hier für ein UnFertigesObjekt.
Und das ist schon ziemlich lange unfertig. Jetzt aber nicht mehr, hehe ;o)
Es ist ein Küchenregal, das ich schon vor geraumer Zeit mal bestrichen hatte in Krakelee-Optik und teils mit Serviettentechnnik verziert. War mir letztendlich dann doch etwas zu rosa geworden und die Rose oben war auch nicht mittig... Also Grund genug für einen neuen Look.
Das Grün, das in den Rissen hervorblitzt, ist der alte Lack. (Und das Grün gefällt mir eigentlich auch viel besser!) Die Utensilien habe ich an der gewünschten Stelle daraufgelegt. Waren noch nicht montiert. Hab grob mit Bleistift die Umrisse auf dem Brett skizziert. (Fast alle Teile sind Fundstücke aus dem Elternhaus, das mal ne Schreinerei war. Die Emaille-Box ist vom Stuttgarter Flohmarkt und die Klammer hab ich auch irgendwann mal in die Finger bekommen. :o) )
Zuerst hab ich das Regal etwas angeschliffen, damit die Farbe darauf dann auch gut hält, den Schleifstaub mit einem feucten Tuch abgewischt und nach dem Trocknen gib's dann ans Streichen: mit Altweiß die Holzteile und die noch holzfarbene Rückwand (Powerdecklack: Grundierung und Lack in einem. trocknet sehr schnell) und mit einem Grünton (der Farbton heißt Theresas Green Nr. 236 und ist ein Minidöschen von Farrow & Ball) alles, was zuvor rosa war.
Nach dem großen Anstrich hatte ich noch grüne Farbe übrig und hab mit dem dünnen Ende eines Schaschlikspießes Polkadots auf die beiden inzwischen weißen Holzkästen getupft.
Und wie das so bei mir ist, wenn ich ins Detail gehe, kommt mir beim Tun immer noch eine Idee mehr. So auch hier: mir fiel eine Spitze ein, die farblich sehr gut passt. Diese hab ich dann mit wasserfestem Holzleim auf die Holkästen aufgeklebt und den allerletzten Rest der Spitze zu einer Schleife geformt und mit einem Perlmuttknopf verziert abenfalls mit wasserfestem Holzleim aufgeklebt.
Nachdem Farbe und Leim an allen Teilen getrocknet war (hab es zur Sicherheit über Nacht stehen lassen), habe ich die Holzkästen an der markierten Stelle angeleimt. Die Klammer und die Emailledose sind angeschraubt. Geht prima mit einem Akkuschrauber :o)
Und so sah es dann vor der Wandmontage aus:
Schließlich habe ich das Regal an der Wand montiert. Dafür hab ich Multifunktionsdübel verwendet. Wir haben Leichtbauwände und die Dübel sind echt schlau: je nach Beschaffenheit der Wand können sie sich entweder verknoten oder spreizen. Dazu dann die passenden Schrauben. 8er Schrauben und 8er Dübel. (Will schließlich nicht, dass alles aus der Wand kracht, wenn ich das Regal belade.)
Das Schwerste war nun geschafft. Das Regal hängt jetzt (immer noch ;o) ) und ist auch im Wasser :o))).
Nun konnte ich mit dem Einräumen beginnen. *juppie* Das Küchenregal sollte nun als Packstation dienen. Bisher hatte ich alles Notwendige dafür überall irgendwie kreuz und quer verteilt und musste es immer aus den unterschiedlichsten Orten und Schublädchen herauskramen. Das war auf Dauer echt nervig. Aber das hat nun ein Ende. *freu*
Nun habe ich an Ort und Stelle alles beieinander, was es für das Verpacken und Versenden der Bestellungen und Aufträge so braucht: Maskingtapes, Packklebeband, Goodies, Stifte, Schere, Gutscheine, Visitenkarten, Auftragsbuch, To-Do-Zettel, Marktgürteltasche, Briefmarken... (Hab ich was vergessen?)
Hier noch ein paar Detailaufnahmen für Euch. :o)


Habt ihr in letzter Zeit auch etwas restauriert, umgestaltet, Kleinmöbel und/ oder Flohmarktfundstücke verschönert? Zweckentfremdet? Hat euch der Beitrag animiert, auch mal was umzugestalten?
Würde mich freuen, wenn ihr hier davon erzählt, oder hinterlasst einfach so nen Kommentar, stellt Fragen... - ganz wie ihr wollt. Ich freu mich drauf. :o)

Bleibt kreativ! :o)

Liebe Grüße sendet
die Heike von Annajulie

Montag, 13. Januar 2014

Trüffel und Sonne...


...satt erwarteten uns am nächsten Morgen, nachdem der Morgennebel sich verzogen hatte. Als ob es am gestrigen Tag keinen Tropfen Regen gegeben hätte...



Wie ich bereits durch meine vorbereitende Internetrecherche herausgefunden hatte, sollte an diesem Tag in Ménerbes ein Trüffelmarkt stattfinden, kein großer, sondern eher für die Menschen, die ihn sich für den eigenen Haushalt leisten und gönnen wollten.
 
Also versprach der Tag ein einmaliges Erlebnis zu werden. Der Blick hinauf zum Ort bei einer Bol morgendlichem Kaffee war also mehr als vielversprechend. Das Frühstück ließen wir aus, dort oben gab es sicher etwas Leckeres zu speisen. ;o)

Im Ort wurde der Himmel strahlend hell und klar und so was von blau, wie ich dessen Färbung nur aus der Provence kenne (intensivst mit einem Hauch lavendellila), ...
...während sich unten in der Ebene die letzten Nebelschwaden tummelten... Ab und zu ließ sich im Hintergrund der Mont Ventoux blicken.
Blick auf den Mont Ventoux in der Ferne


Bei diesem Ausblick genossen wir dann auch unser Trüffelomelett. mmmmmh...
Jetzt nehme ich euch mal mit auf den Markt:
Die Beschriftung auf dem Auto wies uns schon mal in die richtige Richtung.

Trüffel pur, Trüffel im Käse eingebettet, Trüffelöl, Trüffeleier, die - aufbewahrt im luftdicht verschlossenen Glas - den Geschmack des Trüffels annehmen...
Bei der Auswahl des Trüffels kann es hilfreich sein, an ihm zu riechen. Wir kauften auch einen, mit dem - wie wir fanden - intensivsten Aroma :o)

Auf dem Handzettel wurde auch ein Programmpunkt angekündigt, mit dem ich zuerst so gar nichts anfangen konnte. Mit leicht provenzalischer Verspätung ;o) war es dann so weit und mir wurde schnell klar, worum es hier ging:

Die Bruderschaft (Zunft hier wohl eher) des Trüffels und seiner Gastronomie ehrte Restaurantleiter und Köchinnen und Köche, die sich verdient gemacht hatten um die Verbreitung traditioneller Obst- und Gemüsesorten und des Trüffels in deren Küche.
Der Bürgermeister rief die Ausgezeichneten einzeln auf und begründete deren Ehrung.
 
Dabei fielen mir vor allem diese drei Mitglieder auf, die nebeneinander standen und so unterschiedliche Gesichtszüge hatten, die charakteristischer nicht sein können... 


Was die wohl in dem Moment gerade so gedacht haben...? *hihi*
Allmählich wurde auch der Blick in die Ebene klar
und wir konnten unsere Unterkunft von oben sehen :o)

Es fiel uns beiden echt schwer, uns von den Eindrücken dieses Ortes loszureißen. Das war sicher nicht unser letzter Bsuch dort oben. Aber da auch Flohmärkte in der Provence durchaus ihren Reiz haben und Caro und ich liebend gerne solche Märkte aufsuchen, hatten wir für den Nachmittag einen solchen in Pernes-les-Fontaines als Ziel ausgesucht. Auch hier zeige ich euch ein paar eindrucksvolle Bilder:

Angekommen, Parkplatz gefunden, durchgefragt und mit freudiger Erwartung :o)
ohne Worte ;o)
Auch eine Art der Präsentation :o)


Nach all den Eindrücken des Tages genossen wir schließlich einen Spaziergang in der Ebene unterhalb von Ménerbes und dabei entstand dieser Schnappschuss. :o)

In gemütlicher Atmosphäre ließen wir den Tag ausklingen, ganz ohne Trüffel. Wie wir den verarbeiteten, erzähle ich euch bald. Habt einen guten Start in die Woche :o)